Creutzig & Creutzig Rechtsanwälte

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2004

28.12.2004

Bundesverdienstkreuz für Jürgen Creutzig

Eintreten für die Belange des Kfz-Gewerbes gewürdigt

Jürgen Creutzig (64), Präsident des Europäischen Kfz-Gewerbeverbandes CECRA, ist von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wurde Creutzig am 23. Dezember in einer Feierstunde in der Siegburger Kreisverwaltung von Landrat Frithjof Kühn überreicht.

Mit der Ehrung werden das soziale Engagement von Jürgen Creutzig sowie sein Eintreten für die Belange des Kfz-Gewerbes gewürdigt. Dazu gehören der Auf- und Ausbau der Fabrikatsarbeit, die Gründung einer speziellen Rechtschutzversicherung für Streitigkeiten aus Händlerverträgen und die Mitgestaltung des Vertriebssystems für Automobile und deren Service in Europa seit der ersten einschlägigen Verordnung der EU-Kommission im Jahr 1974. (ng)

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17.12.2004

Urteil: Autohändler haftet für Umsatzsteuer

Hinterzogene Umsatzsteuer des Käufers kann Verkäufer teuer zu stehen kommen

Autohändler, die Fahrzeuge an gewerbliche Käufer ins EU-Ausland verkaufen, laufen weiter Gefahr, für die hinterzogene Umsatzsteuer des Käufers aufkommen zu müssen. Diesen seit längerem bekannten Sachverhalt habe das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in einem gerade veröffentlichten Urteil erneut bestätigt (Aktenzeichen: 2 K 2835/02), teilte heute Rechtsanwalt und Cecra-Präsident Jürgen Creutzig mit.

In dem konkreten Fall hatte der verurteilte Händler einen Porsche für 55.000 Euro verkauft. Vorher hatte er die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer seines französischen Käufers überprüft. Dies ist zwar über das Bundesamt für Finanzen möglich, reicht aber nicht aus, entschied das Gericht. Der Grund: Die Adresse des Käufers und dessen Stempelaufdruck auf der Rechnung stimmten nicht überein. Der Verkäufer wurde zur Zahlung der Umsatzsteuer verurteilt, weil der Käufer die Umsatzsteuer nicht abgeführt hatte.

Lieferungen innerhalb der EU sind bekanntlich umsatzsteuerfrei. Der deutsche gewerbliche Verkäufer muss folglich keine Umsatzsteuer in Deutschland abführen. Das öffnet immer wieder Betrügereien Tor und Tür: Der andere EU-Staat, in dem der angebliche gewerbliche Käufer sitzt, kann die Umsatzsteuer nicht einziehen, wenn sich der Käufer als Scheinfirma entpuppt. Dann hält sich das deutsche Finanzamt an den deutschen Verkäufer. (pg)

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16.11.2004

Jürgen Creutzig und Rolf Leuchtenberger geehrt

Bundesverdienstkreuz und Goldene ZDK-Ehrennadel verliehen

CECRA-Präsident Jürgen Creutzig ist das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Dies teilte der Verband des Kraftfahrgewerbes Baden-Württemberg jetzt mit. Bundespräsident Horst Köhler würdigte damit das soziale Engagement Creutzigs sowie sein lebenslanges Eintreten für die Belange des Kfz-Gewerbes.

Mit der Goldenen Ehrennadel, der höchsten Auszeichnung im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, wurde ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger anlässlich seines 65. Geburtstags ausgezeichnet. Ehrenpräsident Bernhard Enning sagte bei der Verleihung während des Geburtstagsempfanges, Leuchtenberger habe in den neun Jahren seiner Amtszeit Zeichen und Signale für die mittelständische Branche in Deutschland gesetzt. 200 Gäste aus dem In- und Ausland waren nach Berlin gekommen, um dem Jubilar zu gratulieren. (san)

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01.10.2004

Cecra spricht sich weiter für Erhalt der Niederlassungsklausel aus

Verband schätzt, dass nur 20 Prozent der europäischen Kfz-Händler vom Fall der Klausel profitieren könnten / 16 von 17 nationalen Verbänden votieren für Weiterbestand

Der europäische Kfz-Gewerbeverband Cecra hat sich auf seiner Hauptversammlung am Dienstag in Brüssel mit großer Mehrheit für den Erhalt der so genannten "Location Clause" ausgesprochen. In einer Abstimmung votierten 16 der 17 nationalen Verbände für ein Arbeitspapier, das die Beibehaltung der Klausel unterstützt, teilte die Standesvertretung mit. Hintergrund: Nach dem Willen der EU-Kommission soll es Kfz-Händlern ab dem 1. Oktober 2005 möglich sein, Verkaufs- und Auslieferungsstellen in der EU ohne Zustimmung des Herstellers oder Importeurs zu eröffnen.

Laut Cecra bedeutet dies aber, dass nur diejenigen Betriebe von den neuen Expansionsmöglichkeiten profitieren könnten, die dafür auch die nötigen finanziellen Mittel besäßen. Nach den Berechnungen des Verbandes seien dies nur 20 Prozent aller europäischen Kfz-Händler. Gerade im Hinblick auf die Konsolidierungswelle in der Branche würde die Abschaffung der Klausel das Verschwinden kleinerer Unternehmen vom Markt beschleunigen. Der Verband erneuerte deshalb seine Forderung, auch mit Rücksicht auf die EU-Beitrittsländer an der Location Clause für zwei weitere Jahre bis 2007 festzuhalten.

Messen geben Rückenwind für 2005

Optimistisch blickt der europäische Kfz-Branchenverband auf das Handelsgeschäft in 2005. Positive Signale für den Pkw-Markt sei die Vielzahl neuer Modelle auf dem Pariser Autosalon sowie die aktuell angebotene Produktpalette, deren Attraktivität zu einer erhöhten Kundennachfrage führen werde, hieß es. Rückenwind für die Lkw-Konjunktur komme von der gestern zu Ende gegangenen IAA Nutzfahrzeuge. "Wir hoffen und vertrauen darauf, dass auch unsere Nutzfahrzeug-Händler aus den sich bessernden Marktbedingungen Kapital schlagen werden", sagte Cecra-Präsident Jürgen Creutzig. (rp)

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09.09.2004

ZDK: Investitionen im technischen Bereich gehen zurück

Cecra-Präsident Creutzig: Normales kaufmännisches Maß nach Phase der verordneten Zwangsinvestitionen

Investitionen und Investitionsabsichten liegen im Kfz-Gewerbe, nach der Phase der von Herstellern initiierten Zwangsinvestitionen von 2002, wieder auf einem "normalen kaufmännischen Maß". Das teilte Cecra-Präsident Prof. Jürgen Creutzig in Vertretung von ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger auf einer Presseveranstaltung im Vorfeld der am Dienstag beginnenden Automechanika in Frankfurt mit.

Insgesamt habe sich das Investitionsklima verbessert. Rund 7.500 Betriebe planten nach einer repräsentativen Branchenumfrage des deutschen Kfz-Verbandes frisches Kapital in Gebäude und Grundstücke zu stecken. Rund 244 Mio. (Vorjahr: 216 Mio.) Euro würden größtenteils in Ausstellungsräume und Kundendienstannahmen fließen.

Im technischen Bereich wollen die Betriebe aber 20 Mio. Euro weniger aufwenden als im Vorjahr. Dies seien aber immer noch 330 Mio. Euro und damit durchschnittlich 13.100 (Vorjahr: 14.200) Euro pro Unternehmen, so der ZDK.

Teile, Teile und nochmals Teile

Die Musik auf der diesjährigen Automechanika wird im Teilebereich spielen. "Es ist der Bereich der Messe, der im Moment am stärksten wächst", erklärte Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. Und: 84 Prozent der 2.470 Aussteller im Teile-Bereich kommen aus dem Ausland.

Auch wenn die EU-Kommission ihre Entscheidung in puncto Designschutz nochmals verschoben hat und es in dieser Legislaturperiode möglicherweise gar keine Entscheidung mehr gibt, spricht das Angebot auf der Messe durchaus dafür, dass die GVO in diesem Marktbereich für die beabsichtigte Liberalisierung gesorgt hat. (dp)

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